Über die Künstlerin

Isabell Weller ist seit ihrer Kindheit fasziniert von der unglaublichen Farbenwelt die die Natur hervorbringt. Als Kind war sie körperlich stark beeinträchtigt. Eine schwere Form der Neurodermitis bereitete ihr Zeiten, in denen sich ihre Augen nicht öffnen ließen und ihr Körper nicht normal zu bewegen war.

Sie merkte in Momenten der meditativen Ruhe, dass die Schmerzen verschwanden und sich eine Welt von Farben öffnete. Es waren diese Momente, in denen sie grenzenloses Glück verspüren konnte. Seither versucht sie, mit ihren Werken diese Farbwelten in Momenten einzufangen und sie immer in anderen Formen und mit verschiedensten Techniken darzustellen.

Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeiten ist die Verwendung von Fundstücken. Auf Baustellen, in Schreinereien, am Wegesrand, im Sperrmüll entdeckt sie Objekte, die anscheinend hässlich, unbrauchbar, vergessen und ungewollt sind, in denen sie Schönheit und Sinn erkennt. Diese Hölzer und Stoffe werden in unterschiedlichen Schritten gereinigt und bearbeitet, bevor sie ihr als Leinwand dienen.

Die Malerin trägt unzählige Schichten von Acryl-und Ölfarben auf, bis sie einen Zustand erreicht, an dem sich die Grenzen ihres Denkens aufheben und sie sich in einen Raum der Vollkommenheit versetzt. In ihren Arbeiten geht es immer wieder darum, zu dem Punkt zurückzufinden, in dem Farben ineinander verschmelzen und aus etwas angeblich Hässlichem, Weggeworfenen, etwas Neues entsteht.